Kein Glaruspark

Stoppt das völlig verfehlte Einkaufszentrum in der Linthebene!

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Damoklesschwert Glaruspark

June 12th, 2010 · Allgemein

Dagger_horse_head_Louvre_OA7892-1Bereits setzt der Fachmarkt in Näfels den kleinen Läden in der Umgebung arg zu: Der Dorfladen in Weesen ist geschlossen, der Volg in Näfels verzeichnet starke Umsatzeinbussen. Weiteren Geschäften geht es ähnlich. Falls der Glaruspark dazukommt, werden die Tage zahlreicher Geschäfte gezählt sein. Wer kann da mit gutem Gewissen behaupten, das Glarnerland profitiere davon?

Artikel in der Suedostschweiz vom 5. Juni 2010: Seite 1 und Seite 3

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Umstrittene Raumplanung

June 12th, 2010 · Allgemein

An einer Glarner Podiumsdiskussion wurden die verschiedenen Auffassungen von sinnvoller Raumplanung deutlich. Neben den wenigen, die direkt vom Glaruspark profitieren werden (Projektleiter Bertschinger und Betreiber ECE), scheint kaum mehr jemand an den Nutzen zu glauben. Vielmehr wird der falsche Standort, die unverhältnismässige Grösse und der Verlust von Landwirtschaftsland für Fruchtfolgeflächen kritisiert.

Artikel in der Südostschweiz vom 21. Mai 2010

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Nachhaltige Entwicklung der Linthebene?

May 6th, 2010 · Medien

Vollbildaufzeichnung 06.05.2010 211555Nun scheint es auch zumindest den oberen Etagen in den Kantonen Glarus, St. Gallen und Schwyz klar geworden zu sein: sich ohne umzublicken durchwursteln geht nicht.  Nun wollen sie sich diesen Sommer darüber austauschen, wie es mit der Entwicklung der Linthebene weitergehen soll. Was aber noch nicht heissen muss, dass der Verbauungs- und Konsumwahn gestoppt wird – allenfalls etwas kanalisiert.

Bericht in der Suedostschweiz, Ausgabe See + Gaster, vom 4. Mai 2010 auf der Frontseite:

Ein Einkaufszentrum in Schänis, eines in Uznach, eines in Schmerikon und eines in Glarus Nord? Jetzt machen die Kantone Nägel mit Köpfen und schauen gemeinsam, was möglich ist.

Bis jetzt hat jeder Kanton – St. Gallen, Glarus und Schwyz – bei der Raumplanung für publikumsintensive Anlagen, zu denen Einkaufszentren zählen, nicht über die Grenze hinausgeschaut. Das wird jetzt anders.

Voraussichtlich im Sommer würden die drei Kantone zu einer Diskussion zusammenkommen, erklärt der St. Galler Kantonsplaner Ueli Strauss auf Anfrage. «Wie soll es mit publikumsintensiven Anlagen in der Linthebene weitergehen», wird das Thema des Austausches sein. Im Fokus würden unter anderem Standort-Wünsche für Zentren in Glarus Nord (Glarus Park), Schänis (Ikea), Uznach (Linthpark-Erweiterung im Ausserhirschland) und Schmerikon (Einkaufscenter in der kleinen Allmeind) stehen.

Der erste Schritt zur künftigen gemeinsamen Planung ist noch nicht getan. Trotzdem sehen die aktuellen Richtplan-Anpassungen an dem eventuellen Standort der Ikea in Schänis bereits einen Siedlungsfreiraum vor.

Bericht Suedostschweiz Seite 3 (download pdf).

Informationen des Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen zur Richtplananpassung (weblink).

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Glarus Nord zuständig

January 28th, 2010 · Allgemein

glarus nordAufgrund der Verzögerungen ist es immer wahrscheinlicher, dass die Gemeindeversammlung von Glarus Nord und nicht mehr von Mollis über den Sondernutzungsplan Unterflechsen entscheiden wird. Die Genehmigung des Sondernutzungsplan ist Voraussetzung für den Glaruspark.

Zur Zeit ist der Kanton daran, die Richtplanänderung auszuarbeiten, damit der Richtplan dem Glarner Landrat vorgelegt werden kann. Der Kanton hat offensichtlich mühe, die berechtigten Einwände gegen das Projekt einfliessen zu lassen, ohne das ganze Vorhaben zu gefährden. Es wird immer deutlicher, dass der Glaruspark weder nach gesundem Menschenverstand, nach ökologischen oder ökonomischen Aspekten vertretbar ist.

Artikel in der Suedostschweiz Glarus vom 26.01.2010

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Bahnhof Weesen wird geschlossen

January 28th, 2010 · Allgemein

stillgelegter BahnhofAb 2013 soll der Bahnhof Weesen dicht gemacht werden. Damit wird die Anbindung des projektierten Glarusparks an den öffentlichen Verkehr weiter geschwächt. Zwar sollen laut Verkehrskonzept ohnehin nur weniger als 10% der Glaruspark-Besucher den öV benutzen, ohne Bahnhof vor der Türe wird aber auch dies zunehmend schwierig.

Artikel in der Suedostschweiz Glarus vom 25.01.2010

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Droht der Schweiz die totale Agglomeration?

January 28th, 2010 · Allgemein

zersiedelungDer Raumbedarf pro Person steigt stetig: Alle 43 Minuten wird ein Einfamilienhaus fertiggestellt, alle 14 Minuten eine Wohnung gebaut. Die Schweiz droht, zu einer durchgehenden Agglomeration von Basel bis Bellinzona zu werden.

Wie soll diese Entwicklung weitergehen? Und warum stossen Raumplanungsgesetze, die das Wachstum regulieren oder kanalisieren sollten, regelmässig auf heftigsten Widerstand, obschon das Bild der ländlichen Schweiz in unseren Köpfen noch so stark verankert ist? Die Kontextdebatte geht diesen Fragen nach.

http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/top/kontext/5005.sh10116621.html

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Filmabend in Weesen: „Die Perle ist gefährdet“

November 8th, 2009 · Allgemein

„Als ich zum ersten Mal nach Weesen kam, fühlte ich  mich glücklich über die gute Luft, die hohen Bäume am See, die besondere Atmosphäre. Eine Perle sagen manche Leute hier.“ Mit diesen Worten begrüsste Maja Schüpbach-Schmid vom Bündnis KEIN Glaruspark die 80 Frauen, Männer und Kinder im Kirchgemeindehaus Weesen. Doch diese Perle sei gefährdet, sollte das geplante Einkaufszentrum „Glaruspark“ vor den Toren Weesens gebaut werden. Zu welch schöpferischer Kraft und tiefem Verstehen des Lebens eine intakte Natur bewegen kann, zeigte sodann der Film „Rivers and Tides“ mit dem schottischen „Landart“-Künstler Andy Goldsworthy.  Ohne moralischen Zeigfinger, dafür mit wunderbaren Bildern und tiefsinnigen Reflexionen führte der Film den Zuschauerinnen und Zuschauern vor, was für ein Geschenk die Natur für uns Menschen sein kann. Ein Schatz, den wir nicht verscherbeln sollten.

gäuparkIm Anschluss an die Filmvorführung erläuterte Nicolas Zogg, Initiator des Bündnisses KEIN Glaruspark, die Dimensionen des Einkaufszentrums, mit dem sich die politischen Instanzen des Kantons Glarus bald zu befassen haben: Der „Glaruspark“ soll so gross werden wie das Seedammcenter in Pfäffikon und der Pizolpark in Sargans zusammen und so das drittgrösste Einkaufszentrum in der Schweiz werden. Die Verkaufsfläche des Zentrums wäre gleich gross wie die jetzt bestehende im ganzen Kanton Glarus! Um den nötigen Umsatz von einer Million Franken im Tag zu generieren, müssten 10′000 Menschen in ca. 6000 bis 8000 Autos pro Tag (!) den Glaruspark besuchen. Die dadurch entstehenden zusätzlichen 125 Millionen Autokilometer im Jahr produzierten eine immense Menge Luftschadstoffe und Treibhausgase. Zum Schluss des Abends stellte die Weesner Gemeinderätin Elisabeth Baumgartner erfreut fest, dass immer mehr Menschen dem Grossprojekt kritisch gegenüber stehen.

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Der Film „Rivers and Tides“ fasziniert

October 23rd, 2009 · Allgemein

Am Samstag, 7. November zeigt das Bündnis Kein Glaruspark den Film „Rivers and Tides“, der das Entstehen und Vergehen von Andy Goldsworthys einzigartigen Kunstwerken zeigt.

rivers and tides„Kunst ist für mich wie Nahrung“, sagt Andy Goldsworthy. Im Film zeigt er die Schönheiten des Lebens, der Natur – die Vergänglichkeit und gleichzeitige Wiederkehr.

Andy Goldsworthy arbeitet mit dem, was er in der Landschaft vorfindet. einige seiner Arbeiten bleiben bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. So schichtet er zum Beispiel Schwemmhölzer zu einem Iglu. Seine Arbeit ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Iglu muss fertig sein, bevor die Flut kommt.

“Rivers and tides“, zu Deutsch „Flüsse und Gezeiten“, zeigt das Unvorhersehbare, das Überraschende, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt. Das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die leidenschaftliche Geduld und den unbändigen Willen, zu verstehen.

Er lässt uns eine Weise des Umgangs mit der Natur erkennen, die unsere Seele nährt. Ein Wert, der beim Bau des Glarusparks in unserer Nähe gefährdet wäre.
Der Film eignet sich auch gut für Kinder. Nach dem Film folgt eine kurze Information zu den Auswirkungen des geplanten Einkaufszentrums. Anschliessend sind alle zum Apéro eingeladen.

Filmvorführung: Samstag, 7. November um 16 Uhr im Katholischen Kirchgemeindehaus, Weesen

Parkplätze stehen am Hafenbecken zur Verfügung

Filmplakat zum Download

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Soziologische Betrachtung von Shopping Malls

October 14th, 2009 · Allgemein

1ha08Bekanntlich gibt es ja Bücher über alles und nichts zugleich. So muss es auch nicht weiter erstaunen, dass auch Shoppingcenter im Fokus eines wissenschaftlichen Buches stehen.
Shopping Malls: Interdisziplinäre Betrachtung eines neuen Raumtyps befasst sich mit verschiedenen Aspekten von Einkaufscentern. Unter Google Books sind Auszüge daraus lesbar. Die verschiedenen Texte befassen sich vorwiegend mit sozioökonomischen Aspekten der Shopping Malls. Zitat aus der Einleitung:

“Handel ist eine der Gründungsfunktionen von Städten, und Städte waren immer auch Konsumentenstädte. (…) Stadt und Markt (unabhängig von der Organisationsform des Marktes) gehören auch heute noch eng zusammen. Ihr geradezu symbiotisches Verhältnis lockert sich jedoch. Brauchte früher die Stadt den Markt und der Markt die Stadt, so verliert diese enge Bindung an Bedeutung: Dem Markt genügt heute ein verkehrsgünstig gelegener Standort an einem Autobahnkreuz oder er ist gänzlich raumlos organisiert über den Otto-Versand oder ebay. Die Stadt braucht er nicht mehr zwingend, wenngleich sie immer noch attraktiv ist. Umgekehrt ist es anders: Die Stadt braucht den Markt nach wie vor oder zumindest wird nicht darüber nachgedacht, inwieweit städtische Qualität auch ohne eine Fixierung auf Handel denkbar wäre. Im Gegenteil, die Kommunen unternehmen Vieles (…) um den Markt in der Stadt zu halten oder ihn in neuer form in die Stadt zu holen.”
Und ein paar Abschnitte weiter unten:
“Überhaupt sind in deutschen Städten Grossprojekte bisher kaum von Erfolg gekrönt, wie das Beispiel des 2003 baulich fertig gestellten Bremer Space Parks zeigt: Der grosszügig geplante Shopping Bereich dieses Urban Entertainment Centers öffnete nie, der Entertainment Bereich nur wenige Monate.
(…) die regional und überregional orientierten Malls aber gehen weit [über die tägliche Versorgung] hinaus. Tägliche Besucherzahlen von mehreren Zehntausend sind üblich, die Besucher halten sich oft mehrere Stunden darin auf und nehmen dafür nicht selten noch Fahrzeiten von mehreren Stunden in Kauf. Solche Malls ergänzen nicht die bestehenden Einzelhandelsstrukturen, sondern machen ihnen massiv Konkurrenz – mit erheblichen Konsequenzen für den Immobilienmarkt.”

wenn_gott_gewollt_haette_dassNaja, Bush ist zum Glück Geschichte – sorgen wir dafür dass es der Glaruspark ebenfalls bald wird!

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Untergang der Konsumtempel

October 5th, 2009 · Allgemein

shopping mall closedEinst waren sie Symbole von Wachstum und Wohlstand, heute sind von vielen amerikanischen Shopping-Malls nur Ruinen übrig. Für Künstler und Hobby-Archäologen sind die Geister-Center aufregende Spielplätze von morbider Schönheit. Sie dokumentieren den Zerfall des American way of life. Artikel von Iris Hellmuth auf Spiegel Online.

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