Nun scheint es auch zumindest den oberen Etagen in den Kantonen Glarus, St. Gallen und Schwyz klar geworden zu sein: sich ohne umzublicken durchwursteln geht nicht. Nun wollen sie sich diesen Sommer darüber austauschen, wie es mit der Entwicklung der Linthebene weitergehen soll. Was aber noch nicht heissen muss, dass der Verbauungs- und Konsumwahn gestoppt wird – allenfalls etwas kanalisiert.
Bericht in der Suedostschweiz, Ausgabe See + Gaster, vom 4. Mai 2010 auf der Frontseite:
Ein Einkaufszentrum in Schänis, eines in Uznach, eines in Schmerikon und eines in Glarus Nord? Jetzt machen die Kantone Nägel mit Köpfen und schauen gemeinsam, was möglich ist.
Bis jetzt hat jeder Kanton – St. Gallen, Glarus und Schwyz – bei der Raumplanung für publikumsintensive Anlagen, zu denen Einkaufszentren zählen, nicht über die Grenze hinausgeschaut. Das wird jetzt anders.
Voraussichtlich im Sommer würden die drei Kantone zu einer Diskussion zusammenkommen, erklärt der St. Galler Kantonsplaner Ueli Strauss auf Anfrage. «Wie soll es mit publikumsintensiven Anlagen in der Linthebene weitergehen», wird das Thema des Austausches sein. Im Fokus würden unter anderem Standort-Wünsche für Zentren in Glarus Nord (Glarus Park), Schänis (Ikea), Uznach (Linthpark-Erweiterung im Ausserhirschland) und Schmerikon (Einkaufscenter in der kleinen Allmeind) stehen.
Der erste Schritt zur künftigen gemeinsamen Planung ist noch nicht getan. Trotzdem sehen die aktuellen Richtplan-Anpassungen an dem eventuellen Standort der Ikea in Schänis bereits einen Siedlungsfreiraum vor.
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